Agility
Agility ist eine faszinierende Hundesportart, bei der der Hund einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen in einer festgelegten Reihenfolge und innerhalb einer bestimmten Zeit überwinden muss.
Der Hundeführer zeigt dem Hund den Weg durch Körpersprache und Hörzeichen, darf jedoch weder die Hindernisse noch den Hund berühren. Agility fördert die harmonische Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier und ist weltweit etabliert.
Die eigentliche Ausbildung im Agility sollte nicht vor dem 12. Lebensmonat beginnen, da das Wachstum des Hundes bis dahin abgeschlossen sein sollte. Dennoch können wir bereits den Junghund spielerisch an die einzelnen Hindernisse heranführen.
Jegliche Art von Sprüngen oder Zwang, um den Junghund über Hindernisse zu bringen, ist absolut tabu.
Eine wichtige Voraussetzung für das Agility-Training ist der Grundgehorsam. Das Training findet ohne Leine statt, was bedeutet, dass die Hunde die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bei mir“ beherrschen und auch ohne Leine bei ihrem Hundeführer bleiben.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Hund und Hundeführer lernen niemals aus.
Daher ist Geduld gefragt, wenn sich der große Erfolg nicht sofort einstellt. Der Aufbau einer soliden Agility-Basis benötigt viel Zeit.
Als grobe Richtlinie kann gesagt werden, dass die Ausbildung bis zur ersten Turnierteilnahme mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen kann.
Es ist wichtig, bei der Ausbildung stets zu berücksichtigen, dass es sich um ein Team aus Mensch und Hund handelt. Wenn man seinen Hund nicht als Sportgerät, sondern als Partner betrachtet und viel Spaß, Freude und Geduld mitbringt – ohne übertriebenen Ehrgeiz – steht einer erfolgreichen Laufbahn als Agility-Team nichts im Wege.
Der Parcours
Der Parcours besteht aus maximal 22 aufgestellten Hindernissen, die in einer vorgegebenen, von Turnier zu Turnier variierenden Reihenfolge von den Hunden überwunden werden müssen. Erst unmittelbar vor dem Wettkampf hat der Hundeführer die Möglichkeit, den Parcours ohne den Hund abzugehen und sich die jeweilige Abfolge einzuprägen.
Der Hund wird ohne Leine geführt und darf während des Laufs nicht vom Hundeführer berührt werden. Ziel ist es, dass der Hund den Parcours selbstständig, nur auf Zuruf oder mit Hilfe der Körpersprache des Hundeführers bewältigt.
Dies erfordert absolute Konzentration von beiden, Hund und Hundeführer.
Der Parcours umfasst Sprunghindernisse, Hindernisse mit Kontaktzonen, die mindestens mit einer Pfote des Hundes berührt werden müssen (wie z.B. die Schrägwand, die Wippe oder die hohe Laufdiele), verschiedene Tunnel, einen Slalom und manchmal auch einen Tisch.
Die Bewertung erfolgt anhand der Fehler im Parcours (z.B. geworfene Stangen, nicht berührte Kontaktzonen, umgangene Geräte, also „verweigert“) sowie der Zeit, in der der Parcours bewältigt wird.
Bei drei Verweigerungen oder dem Überschreiten der vom Richter festgelegten Maximalzeit erfolgt die Disqualifikation des Teams.
Startmöglichkeiten und Leistungsklassen
Gestartet wird in verschiedenen Höhenklassen:
- Small (S): kleiner als 35 cm Widerristhöhe
- Medium (M): ab 35 cm und kleiner als 43 cm WRH
- Intermediate (I): ab 43 cm und kleiner als 48 cm WRH
- Large (L): ab 48 cm WRH
Zudem gibt es die Leistungsklassen A1, A2, A3 und Senioren.
Gestartet werden kann in einem A-Lauf und einem Jumping.
Für alle Hunde ist die Begleithundeprüfung Voraussetzung!
Was brauche ich für das Agility Training
· die richtigen Leckerchen, klein und weich
· das Lieblingsspielzeug des Hundes
· die richtige Bekleidung und das passende Schuhwerk